Von Autopannen und
verregneten Aufführungen gebeutelt, beschließt
die sechsköpfige isländische
Straßentheatertruppe "Svart og sykurlaust" (Schwarz
und ohne Zucker) mit dem klapprigsten fahrbaren Untersatz
zwischen Reykjavik und Rom auf Italientournee zu gehen.
Einer Eingebung gehorchend ist Gio (Gudjon Pedersen) davon
überzeugt, daß im Süden eine höhere
Bestimmung auf seine Truppe warte. Auch wenn ihm keiner so
recht glauben mag - in das Land, wo das Meer so warm ist,
daß man darin baden kann, zieht es die junge
Schauspielerin Edda (Edda Backman) schon lange.
Zur gleichen Zeit steigt ein
deutscher Junglehrer, Hermann Müller-Schwarz (Lutz
Konermann), mit Baedeker, Balgenkamera und betagtem PKW
bewaffnet aus dem Alltagstrott aus. Prompt kommt es zur
schicksalhaften Begegnung: Hermann, Lebenskünstler auf
Ersatzteilsuche, und Edda, die sonnenhungrige Amazone, die
sich nach einer mißglückten Premiere auf der
Piazza von Bergamo mit Gio und dem Rest der Truppe
zerstritten hat, finden und verfallen einander.
Doch schon nach wenigen
unbeschwerten Tagen werden Eddas heimliche Sorgen um das
Schicksal der Gefährten übermächtig. So
unvermittelt ihre Romanze begann, so spontan
verläßt Edda ihren verliebten deutschen Kavalier
über den Hinterausgang einer Trattoria. Kaum ist es
Hermann gelungen, seine Enttäuschung zu verwinden,
stößt er in einem apulischen Städtchen auf
ein faszinierendes Spektakel - isländisches
Straßentheater - und entdeckt zu seiner
Verblüffung die Vermißte unter den
Schauspielern.
Bis zum Happy-End aber sind noch
einige Hürden zu nehmen, innere wie äußere:
Denn erst als Herz und Zylinderkopfdichtung wieder halbwegs
im Lot sind, kann sich am Fuße des Ätnas, in der
sizilianischen Villa einer isländischen Primaballerina,
Gios Prophezeihung erfüllen: Das Theaterspiel der
Landsleute läßt ein letztes Mal das Bild der
fernen Heimat vor dem geistigen Auge der greisen
Tänzerin erstehen, bevor sie sanft und mit einem
Lächeln auf den Lippen entschläft. Gio ist
glücklich: Die Mission scheint erfüllt. Edda und
Hermann schauen sich an...