"Meine Tochter darf es nie erfahren"
( D 2000, 95 min., 16:9, Stereo)

 


Erstausstrahlung

Dienstag, 14. November 2000, 20.15 Uhr, SAT.1


 

Pressestimmen

"Stimmiges, eindringliches Psychogramm einer verstörten Seele. Baumeister und Kreye zeigen, was in ihnen steckt. Großartig." tv today

"Top-Film. Muriel Baumeister mit ihrer bisher stärksten Leistung: Selten wurde die Problematik 'Vater missbraucht Tochter und Mutter sieht weg' eindrucksvoller, beklemmender und lebensechter vermittelt! Dieser Blick hinter die Kulissen einer nur scheinbar heilen Familienwelt macht einem lange zu schaffen." tv hören und sehen

"Spannendes, sensibel inszeniertes Psychodrama, überzeugend gespielt." hörzu

"Selten sind sie, die wirklich gelungenen, ernsthaften Dramen unter den von privaten Sendern hergestellten Spielfilmproduktionen. Umso mehr freut es uns, an dieser Stelle ein Beispiel des oft gescholtenen 'großen SAT.1-Films' zu loben. Ohne eine Spur von Rührseligkeit setzt sich das Liebes- und Familiendrama mit dem Schicksal der jungen Jenny auseinander, die den Inzest mit dem Vater verdrängt hat und sich nun zögernd zu erinnern beginnt. Absolut glaubhaft zeichnet Regisseur und Koautor Lutz Konermann das Portrait einer Frau, die verzweifelt versucht, das Sorgerecht für ihre Tochter gegen einen tyrannischen Satyr im Gewande des Biedermanns zu erstreiten. Walter Kreye in der Rolle des Vaters schickt einem Schauder des Entsetzens über den Rücken, und Muriel Baumeister in der Rolle der Jenny haben wir überhaupt noch nie so ausdrucksstark spielen gesehen." tip, berlin

"Durchweg spannendes Psychogramm, das nicht zuletzt durch herausragende Darstellerleistungen besticht" Frankfurter Rundschau

"Sie 'ernsthaft und ohne Schnickschnack und Oberflächlichkeit zu spielen, war eine große Herausforderung', beschrieb Muriel Baumeister die Schwierigkeit, ihre Figur mit Leben zu erfüllen. Der Schauspielerin gelingt die Gratwanderung, unterstützt wird sie dabei von der sehr behutsamen Inszenierung Lutz Konermanns, die ihr Raum gibt, die Emotionen einer jungen, missbrauchten Frau erlebbar werden zu lassen. Sehr ehrlich führt das Drama die Atmosphäre einer zerbrochenen Familie vor Augen: Tablettenabhängigkeit, die Flucht in den Alkohol. Immer unterschwellig dabei die subtile Gewalt, die der Vater - hervorragend: Walter Kreye - seiner Tochter weiterhin antut. Ein Film, der nachzuwirken vermag." teleschau - der mediendienst

"Was für ein Film! Eine solch erschütternd erzählte, aufwühlende, bis an die äußerste Grenze intensiv gespielte Geschichte hat es zumindest auf dem Kanal noch nicht gegeben (...) großes Emotionskino." Sächsische Zeitung

"Muriel Baumeister und Walter Kreye in beeindruckenden Szenen auf der Höhe ihrer Darstellungskunst (...) diese Inszenierung liefert den Beweis, daß der Fernsehfilm nicht nur entweder platt, schmalzig und erfolgreich oder anspruchsvoll, langweilig und ohne Publikum sein, sondern mitunter Tugenden und Erfolg, Qualität und Quote verbinden kann." FAZ

Synopsis

Jenny Retzlaff, eine junge Frau Mitte Zwanzig, kehrt aus Florida in die Heimat zurück. Sie will ein neues Leben beginnen - mit ihrem Freund Tom und ihrer siebenjährigen Tochter Maya, die sie seit Jahren nicht sieht. Denn Jenny, damals minderjährig und völlig überfordert, hat Maya bei ihren Eltern in Deutschland zurückgelassen. Endlich fühlt sie sich reif genug, die Mutterrolle zu übernehmen. Da entbrennt zwischen Jenny und ihrem Vater ein unerwartet heftiger Kampf um das Sorgerecht für Maya. Ein Kampf, der traumatische Erinnerungen wachruft.

 

 

 

 

 

Team

Buch: Lutz Konermann
Buch: Hermann Kirchmann
Kamera: Gunnar Fuß
Kameraassistenz: Oliver Fröschke
Kamerabühne: Jürgen Zarda
Oberbeleuchter: Dieter Stürzenbecher
Regieassistenz: Gesine Blanke
Script/Continuity: Anke Reichert
Ton: Max Vornehm
Tonassistenz: Katrin Hertzberg
Schnitt: Melanie Werwie
Ausstattung: Roger Katholing
Kostümbild: Renate Schönian
Maske: Martine Flener
Musik: Jörg Lemberg
Regie: Lutz Konermann
Produktion: Fontana TV
Produzent: Hermann Kirchmann
Redaktion: Kerstin Wiedé, SAT.1

Cast

Jenny Retzlaff: Muriel Baumeister
Tom Steinmetz: Kai Scheve
Dieter Retzlaff: Walter Kreye
Clara Retzlaff: Michaela Rosen
Maya Retzlaff: Larisa Reihl
Dr. Buschalla: Tina Engel
Dr. Schaich: Irene Kugler
Dr. Zoller: Martin Umbach
Herr Schlev: Michael Lerchenberg
Frau Armbruster: Sybille Schedwill
Renate Krüger: Nicole Marischka
Birdy: Samer Nassif
Joao: Daniel Schröder
Susan Jackson: Deidre Washington
Kommissarin Reitz: Anja Stöhr
Sascha Gruzic: Hrroja-Carlo Ljubek
Dr. Hölzenbein: Günter Clemens

u.v.a.